Ethisches und faires Verhalten bei Urlaubsreisen

Wer seinen Urlaub plant, wird dabei in erster Linie im Sinn haben, dass das Reiseziel den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen entspricht. Die Reise kann also kurz sein und das Ziel hier irgendwo in Deutschland liegen oder es kann auch das benachbarte Ausland treffen. Manche zieht es aber weiter weg. Sonne, Tropen, Strand und warmes Meer sind oft ein großer Wunsch von Urlaubern. Die Sehnsucht nach dem Exotischen und Besonderen zieht sehr viele in die große weite Ferne. Kaum aber einer wird sich darüber Gedanken machen, wie es in dem Land für die normale Bevölkerung dabei aussieht. Man ist geblendet von den Hochglanzprospekten der Touristikbranche und davon, was diese Unternehmen und die Hotelanlagen so alles zu bieten haben.

Wo auch immer die Reise hinführen kann, man könnte daran denken, dass der Erholungsraum für den Touristen gleichzeitig der Lebensraum für die Einheimischen ist. Gerade in den ärmeren Ländern und Regionen kann genau dies zu Konflikten führen.

Das richtige Verhalten als Urlauber

Immer mehr ist nun die Rede von einer fairen Reisekultur, die Reisende zu einer neuen Lebensqualität inspirieren soll und dabei knappe Ressourcen schont und der Bevölkerung in den Urlaubsregionen vielleicht neue Perspektiven eröffnet. Denn immer mehr Menschen nehmen im Urlaub nicht nur die Sonne, den Komfort und das warme Meer zur Kenntnis. Sie bemerken verstärkt das soziale Elend in ihrem Urlaubsort. So manchen plagte dann schon das Gewissen, angesichts von Armut und Umweltverschmutzung, wie man auch wieder etwas zurückgeben könnte.

Oft begegnet man ja schon auf dem Weg vom Flughafen zur Unterkunft dieser Armut. Wenn man dann nicht nur die Urlaubstage im Hotel und in der dazugehörigen Anlage verbringt, können die krassen Gegensätze in vielen Ländern ein ständige Begleiter werden. Wer sich im Vorfeld die Mühe gemacht hat, sich gut über die Region zu informieren, kann sich auf die Situationen auch besser einstellen.

Mit der Armut umgehen

Eins sollte man immer bedenken, nicht jeder Mensch der ärmlich für einen aussieht, ist es in diesem Land auch. Der Grund dafür ist das unterschiedliche Einkommen und die dortigen Lebensstandards. Und weiter kann man bedenken, dass sich die meisten Einheimischen wohl kaum eine Urlaubsreise leisten werden können. Als Reisender tut man also gut daran, mit dem eigenen Wohlstand verantwortungsbewusst umzugehen, ihn nicht übermäßig zu Schau zustellen und auch nicht um jeden Cent zu feilschen.

Schon vor der Reise überlegen

Wem der ethnische Aspekt bei einer Reise wichtig ist, sollte sich an aller erster Stelle natürlich schon vor der Reise ein paar Gedanken machen und sich nicht nur wegen der hübschen Hotels und Strände für ein Ziel entscheiden. Zum Beispiel könnte man sich fragen, ob und wenn ja, welchen ökologischen „Fußabdruck“ man durch seine Reise hinterlässt. Und auch die sozialen Aspekte, wie etwa die Einhaltung von Menschenrechten in den Reiseländern, könnten bei den Überlegungen eine Rolle spielen. Dazu kann man die Wahrung der Kultur und Traditionen vor Ort zum Beispiel zählen. Aber auch das schwierige Thema mit dem Umgang mit Minderheiten durch die örtliche Regierung kann Beachtung finden. Hört sich nicht so einfach an, das alles unter einen Hut zu bekommen. Aber glücklicher Weise gibt es sogar schon viele Organisationen, die bei der Suche nach ethischen Reisezielen helfen oder zumindest Tipps zum ethischen Reisen geben, wenn man denn Wert darauf legt.